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Abgrenzung zwischen Unterhaltskosten und wertvermehrenden Aufwendungen

Unterhaltskosten bei Liegenschaften im Privatvermögen sind steuerlich abzugsfähig. Dazu müssen sie aber werterhaltenden Charakter aufweisen und den konkreten Nutzungswert eines Wirtschaftsgutes in einer Liegenschaft erhalten, instand stellen oder ihn ersetzen. Wertvermehrende Aufwendungen kann man hingegen nicht als Unterhaltskosten abziehen, sondern nur bei den Grundstücksgewinnsteuern.

Zuordnung einer Entschädigung aus Verzicht auf ein Nutzniessungsrecht

Das Bundesgericht befasste sich mit der Frage, ob der Verzicht auf ein Nutzniessungsrecht dem steuerbaren Einkommen zugerechnet wird, weil es einer Entschädigung für die Nichtausübung eines Rechtes entspricht; oder ob es einen steuerfreien Kapitalgewinn aus der Veräusserung von Privatvermögen darstellt.

Erhebung der Grundstücksgewinnsteuer nach Verkauf der Ersatzbeschaffung

Die Besteuerung des Gewinns, der bei einem Liegenschaftsverkauf erzielt wird, kann in gewissen Fällen aufgeschoben werden, beispielsweise wenn eine neue Liegenschaft als Ersatzbeschaffung erworben wird. Dann wird der Grundstücksgewinn auf diese übertragen und die Steuern werden erst erhoben, wenn die Liegenschaft wieder veräussert wird, ohne dass eine neue Ersatzliegenschaft erworben wurde.

Kumulieren von Velo-Abzug und ÖV erlaubt

Fahrtkosten zwischen Wohn- und Arbeitsort sind für Arbeitnehmer als Berufskosten steuerlich abzugsfähig. Die Bewältigung des Arbeitsweges muss dabei nicht nur mit einem Verkehrsmittel erfolgen, damit sie abzugsfähig ist. So können gemäss dem Bundesgericht etwa Velokosten und die Kosten für den ÖV kumulativ abgezogen werden.

Erbschaftssteuer bei einer interkantonalen Steuerausscheidung

Abhängig davon, in welchem Kanton der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte, entscheidet sich, ob und in welcher Höhe eine Erbschaftssteuer anfällt. Hinterlässt der Erblasser Immobilien, die sich einem anderen Kanton als seinem Wohnsitzkanton befinden, greift die interkantonale Steuerausscheidung ein, welche den Kantonen erlaubt, den auf sie fallenden Anteil des Gesamtnachlasses zu besteuern.

Geschäftsmässige Begründetheit von Spesen

Spesen wie Fahrtkosten, Verpflegungskosten oder Übernachtungskosten können vom Ertrag einer Gesellschaft abgezogen werden. Damit ihnen diese steuerfreie Wirkung jedoch zukommt, müssen sie geschäftsmässig begründet sein. Anderenfalls werden sie dem Gewinn aufgerechnet. Die Beweislast für diesen Nachweis liegt beim Steuerpflichtigen.

Abzugsfähigkeit von Unterhalt an ein volljähriges Kind

Nach einer Scheidung wird meist Kindesunterhalt fällig, welcher regelmässig oder unregelmässig für die Deckung der laufenden Bedürfnisse bezahlt wird. Steuerlich betrachtet sind diese Leistungen beim Zahlenden vom Einkommen abzugsfähig. Dazu darf der Unterhalt jedoch nur bis zur Volljährigkeit des Kindes und nur an den sorgeberechtigten Elternteil geleistet werden, und nicht etwa direkt an das Kind.

Erbausschlagung und darauffolgende Schenkung zur Steuerumgehung

Erbt ein Nachkomme oder Elternteil, fällt in den meisten Kantonen keine Erbschaftssteuer an. Sollen Geschwister erben, wird sie hingegen meistens fällig. Gleich verhält es sich bei der Schenkungssteuer. Schlagen Geschwister aber ihr Erbe zugunsten der Eltern aus, nur um es danach von ihnen steuerfrei als Schenkung zu erhalten, handelt es sich um Steuerumgehung.

Abzugsfähigkeit der Erbschaftssteuer

Zum geschäftsmässig begründeten Aufwand gehören auch die eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Steuern, nicht aber Steuerbussen. Darunter fällt gemäss Bundesgericht auch die Erbschaftssteuer. Eine Rückstellung für zu bezahlende Erbschaftssteuern darf somit als Aufwand abgezogen werden, der Kapitalzuwachs durch die Erbschaft muss aber erfolgsneutral verbucht werden.

Anerkennung eines genehmigten Spesenreglements

Effektive Spesenvergütungen können mittels Belegen deklariert werden. Viele Arbeitgeber nutzen aber die Möglichkeit, bei ihrem Sitzkanton ein Spesenreglement genehmigen zu lassen. Wurde dieses genehmigt, ist es von der Steuerverwaltung anzuerkennen, selbst wenn es von einem anderen Kanton als dem der Steuerverwaltung genehmigt wurde.

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