Zahlungsausfälle vermeiden

Wer ein Geschäft betreibt kennt den Ärger: es kommt immer wieder vor, dass Kunden offene Rechnungen nicht bezahlen. Neben dem finanziellen Verlust verursachen derartige Ausfälle auch administrativen Aufwand und strapazieren die Nerven.

Wenn Rechnungen nicht gezahlt werden entstehen Debitorenverluste. Dabei handelt es sich um Forderungen gegenüber Kunden, die nicht eingetrieben werden können. Für Unternehmen bedeuten Debitorenausfälle aber nicht nur Verluste, sondern auch zusätzlichen Aufwand. Schliesslich müssen Mahnungen versandt und die Forderungen in der Buchhaltung abgeschrieben werden. Es lohnt sich also Zahlungsausfällen durch geeignete Massnahmen vorzubeugen.

Bonitätsprüfung

Bevor ein Geschäft abgeschlossen wird, lohnt es sich zu prüfen, ob ein Kunde zahlungsfähig ist. Dank moderner Techniken hält sich heutzutage der Aufwand für derartige Vorabklärungen in Grenzen. Bei juristischen Personen reicht oftmals bereits eine einfache Googlesuche (z.B. Schlagzeilen, Geschäftsbericht), ein Blick ins Handelsregister (Höhe des Aktien- bzw. Stammkapitals) oder SHAB (Betreibungen, Konkurse), um Aufschluss über deren wirtschaftliche Lage zu erhalten. Ausserdem besteht die Möglichkeit sich in sogenannten Kredit-Datenpools über die Bonität von Kunden zu informieren. Derartige Datenpools, wie beispielsweise der Credit Decision Datenpool, enthalten Informationen über die Bonität von Kunden. Die Partner des Pools verpflichten sich die Daten von Kunden mit offenen Zahlungsverpflichtungen preiszugeben und erhalten ihrerseits Zugriff auf andere Namen. Sie profitieren somit von einer grossen Sammlung an Erfahrungswerten.

Vorauszahlung

Der einfachste Weg Zahlungsausfälle zu vermeiden besteht darin eine Vorauszahlung zu verlangen. Besonders wenn grosse Summen im Spiel sind oder die Bonität eines Kunden fragwürdig ist, kann es sinnvoll sein einen Vorschuss zu fordern. Während dieser zur finanziellen Absicherung beiträgt, besteht jedoch gleichzeitig Gefahr, dass Kunden abgeschreckt werden. Wenn diesen das Gefühl von Misstrauen vermittelt wird, kann das die Geschäftsbeziehung empfindlich belasten oder gar deren Entstehung verhindern.

Zahlungsfristen und Skonto

Sowohl die Ansetzung kurzer Zahlungsfristen als auch die Einräumung von Skonti haben sich bewährt, wenn es darum geht Debitorenausfälle zu vermeiden. Beim sogenannten «Skonto» handelt es sich um eine spezielle Form des Rabatts, der für die frühzeitige Begleichung offener Rechnungen eingeräumt wird. Wer innerhalb kurzer Zeit bezahlt, zahlt weniger. Die Kunden haben also einen Anreiz Beträge zeitnah zu begleichen.

Forderungseintreibung oder -abtretung

Manchmal helfen alle Vorsichtsmassnahmen nicht und es droht der Zahlungsausfall. In diesem Fall bleibt immer noch die Möglichkeit eine offene Forderung durch einen externen Dienstleister eintreiben zu lassen oder an diesen abzutreten. Während im ersten Fall ein Inkassobüro gegen eine Gebühr den Betrag beim Kunden einfordert, übernimmt ein professioneller Dienstleister bei der Abtretung die offene Forderung gegen ein Entgelt. In der Regel ist die Bezahlung aber deutlich geringer als der ausstehende Forderungsbetrag. Die abtretende Firma kann auf diesem Weg zwar den Verlust minimieren, muss aber trotzdem einen Ausfall hinnehmen. Immerhin entfällt aber der Stress und administrative Aufwand.

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