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Abzugsfähigkeit der Erbschaftssteuer

Zum geschäftsmässig begründeten Aufwand gehören auch die eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Steuern, nicht aber Steuerbussen. Darunter fällt gemäss Bundesgericht auch die Erbschaftssteuer. Eine Rückstellung für zu bezahlende Erbschaftssteuern darf somit als Aufwand abgezogen werden, der Kapitalzuwachs durch die Erbschaft muss aber erfolgsneutral verbucht werden.

Anerkennung eines genehmigten Spesenreglements

Effektive Spesenvergütungen können mittels Belegen deklariert werden. Viele Arbeitgeber nutzen aber die Möglichkeit, bei ihrem Sitzkanton ein Spesenreglement genehmigen zu lassen. Wurde dieses genehmigt, ist es von der Steuerverwaltung anzuerkennen, selbst wenn es von einem anderen Kanton als dem der Steuerverwaltung genehmigt wurde.

Zulässige Höhe von Liegenschaftsabschreibungen

Ordentliche Abschreibungen sollten der tatsächlich laufenden Wertverminderung des Steuerobjekts entsprechen. Im Fall einer Immobilie ist eine Abschreibung nur gerechtfertigt, wenn sich ihr Wert durch Nutzung oder Zeitablauf vermindert. Die Beweislast, dass die Höhe einer Abschreibung nicht geschäftsmässig begründet ist, liegt dabei aber bei der Veranlagungsbehörde.

Steuerumgehung zur Vermeidung einer Transponierungsbesteuerung

Von einer Transponierung spricht man, wenn Unternehmensbeteiligungen von einer Privatperson an eine von ihr beherrschte Firma verkauft werden und der Verkaufserlös den Nennwert der Beteiligungen übersteigt. Werden die Beteiligungen hingegen an eine nicht von ihr beherrschte Firma verkauft, liegt keine Transponierung vor.

Einsprache gegen eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen

Fehlt die Steuererklärung nach einer abgelaufenen Mahnfrist immer noch oder können die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, veranlagen die Steuerbehörden nach pflichtgemässem Ermessen. Gegen eine solche Veranlagung kann nur Einsprache erhoben werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist.

Aufrechnung einer von Amtes wegen gebildeten Steuerrückstellung

Rückstellungen sind zulässig für im Geschäftsjahr bestehende Verpflichtungen, deren Höhe noch unbestimmt ist. So etwa Steuern, welche im Zeitpunkt der Veranlagung noch nicht veranlagt wurden. Bisherige Rückstellungen, die nicht mehr begründet sind, werden dem steuerbaren Gewinn zugerechnet. Dies betrifft auch von Amtes wegen gebildete Steuerrückstellungen.

Aufrechnung der MWST bei Wegfall der Steuerpflicht

Mit dem Vorsteuerabzug können Mehrwertsteuern abgezogen werden, welche von einem anderen Unternehmen bezahlt wurden. Grundsätzlich können alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen diese Möglichkeit nutzen, selbst erfolglose. Ein Fall wurde vom Bundesverwaltungsgericht jedoch anders beurteilt.

Qualifikation von Grundstücken als Privat- oder Geschäftsvermögen

Bei Grundstücken, die im Geschäftsvermögen stehen, kann der Steuerpflichtige die tatsächlichen Kosten und Prämien abziehen. Werden Grundstücke dem Privatvermögen angerechnet, kann hingegen auch der Pauschalabzug geltend gemacht werden. Dieser liegt oftmals höher. Welchem Vermögen eine Immobilie hinzugerechnet wird, hängt dabei von verschiedenen Kriterien ab.

Kapitalzahlung als Unterhaltsbeitrag

Unterhaltsbeiträge werden regelmässig oder unregelmässig für die Deckung der laufenden Bedürfnisse bezahlt und dürfen keine Vermögenszunahme beim Begünstigten bewirken. Kapitalzahlungen fallen aber nicht darunter, selbst wenn sie zu Unterhaltszwecken genutzt werden.

Abzüge bei der Liquidationsgewinnbesteuerung

Gibt ein Selbstständigerwerbender seine Erwerbstätigkeit auf, profitiert er von der privilegierten Liquidationsgewinnsbesteuerung. Einkäufe in die Alters- und Berufsvorsorge können dem Liquidationsgewinn abgezogen werden. Ein Fall ging bis vor Bundesgericht.

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